Zahnarztpraxis Dr. Robert Müsgen, Aachen



  

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Aktuelle Informationen


Rauchen verursacht 40 Millionen schwere Parodontitisfälle


Wer Parodontitis verhindern will, sollte nicht rauchen. In einer Studie haben die Zahnmediziner die Zahl der schweren Parodontitisfälle weltweit berechnet, die auf Zigaretten zurückzuführen ist: 40 Millionen!
Rauchen ist ein zentraler Risikofaktor für Parodontitis – und dieser Zusammenhang scheint insbesondere bei jungen Menschen besonders hoch zu sein. Zudem stehen Parodontitis und Rauchen mit zahlreichen anderen Erkrankungen in Verbindung. Das heißt: Nicht zu rauchen und weniger Parodontitis zu haben, ist doppelt sinnvoll, um auch Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen.


Parodontale Erkrankungen nehmen deutlich zu

Mehr als die Hälfte der 35- bis 44-Jährigen leiden in Deutschland bereits an einer mittelschweren Form der Parodontitis und 20 Prozent sogar an einer schweren Form der Erkrankung. Dies zeigen die Ergebnisse der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie, die das Institut der Deutschen Zahnärzte im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundes-vereinigung (KZBV) und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) durchgeführt hat. Bei den Senioren sind die Ergebnisse noch drastischer: 48 Prozent der 65- bis 74-Jährigen sind von einer mittel-schweren und fast 40 Prozent von einer schweren Ausprägung der Entzündung des Zahnhalteap-parates betroffen. Das heißt, etwa zwölf Millionen Bundesbürger leiden aktuell an einer schweren Form von Parodontitis! Die Gefahr: Eine Parodontitis kann zu einem Rückgang von Zahnfleisch und Kieferknochen führen. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann es zur Lockerung von Zähnen und im schlimmsten Fall zum Zahnverlust kommen.Wissenschaftliche Untersuchungen belegen zudem, dass eine Parodontitis Auswirkungen auf Allgemeinerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen oder Diabetes haben kann. In diesem Zusammenhang werden auch Einflüsse der Zahnbettentzündung auf Frühgeburten sowie ein geringes Geburtsgewicht diskutiert.

Der Anstieg parodontaler Erkrankungen ist paradoxerweise eine Konsequenz der verbesserten Mundgesundheit der Deutschen, die dank erfolgreicher Karies-Prävention und guter zahnärztlicher Versorgung in den vergangenen Jahren erreicht wurde. Aufgrund des Kariesrückgangs in allen Altersgruppen und durch konsequente Orientierung der zahnärztlichen Versorgung auf die Zahner-haltung behalten Erwachsene und Senioren ihre eigenen Zähne immer länger. Die erhaltenen Zähne sind jedoch mit zunehmendem Alter wiederum einem höheren Parodontitis-Risiko ausgesetzt, so die Ergebnisse der Studie. "Die vorliegenden Daten unterstreichen einmal mehr die Be-deutung der Prävention und einer früheren Erkennung der Parodontitis sowie einer zielgerichteten Therapie und Nachsorge, um den gegenwärtigen und zukünftigen demographischen Veränderun-gen mit ihren gewaltigen Umschichtungen im Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland ge-recht zu werden. Gleichzeitig zeigen diese Daten exemplarisch die wachsende medizinische Be-deutung der Zahnmedizin für jeden Patienten", so die Bilanz von Professor Thomas Hoffmann, Leiter der Abteilung Parodontologie des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Tech-nischen Universität Dresden und Mitautor der DMS.

Eine Parodontitis wird hauptsächlich durch Bakterien im Zahnbelag (Plaque) verursacht. Ein besonderer Risikofaktor ist zudem das Rauchen. Raucher entwickeln häufiger Parodontitis und haben sehr viel schlechtere Heilungschancen. Mit einer sorgfältigen Zahn- und Mundhygiene zu Hause - inklusive der täglichen Reinigung der Zahnzwischenräume - und der Wahrnehmung der regelmäßigen zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen kann einer Parodontitis in jedem Alter wir-kungsvoll vorgebeugt werden.

Abhängig vom individuellen Parodontitis-Risiko sind regelmäßige professionelle Zahnreinigungen notwendig, bei denen der Zahnarzt oder seine Prophylaxeassistentin alle bakteriellen Beläge von Zahnoberflächen entfernen.

Wird eine Parodontitis frühzeitig erkannt, ist in der Regel eine erfolgreiche Behandlung möglich. "Mittels des Parodontalen Screening Indexes (PSI) kann der Zahnarzt die Entzündung schon in einem sehr frühen Stadium erkennen. Mit einer speziellen Sonde kann er Rauhigkeiten auf der Zahnoberfläche erfassen, die Blutungsneigung des Zahnfleischs feststellen und gegebenenfalls die Tiefe von Zahnfleischtaschen messen", erklärt Professor Peter Eickholz, Direktor der Poliklinik für Parodontologie an der Universität Frankfurt/Main. In Deutschland ist die PSI-Erhebung eine Kassenleistung und kann einmal in zwei Jahren abgerechnet werden.

Die komplette Entfernung des bakteriellen Zahnbelags von den Zahn- und Wurzeloberflächen so-wie aus den Zahnfleischtaschen ist die Grundlage der Parodontitis-Behandlung. Sind entzündlich veränderte Zahnfleischtaschen auch nach regelmäßiger professioneller Zahnreinigung tiefer als drei Millimeter vorhanden, werden sie in der Regel unter örtlicher Betäubung, das heißt schmerz-los, gereinigt und behandelt. Zu einer schmerzarmen und schonenden Reinigung der Zahnfleisch-taschen werden heutzutage Handinstrumente, Schall- und Ultraschall-Instrumente wie auch mo-derne Laser-Verfahren eingesetzt. Bei sehr weit fortgeschrittenen oder komplizierten Defekten kann eine operative Behandlung erforderlich werden.

Ein Parodontologe kann unter bestimmten Voraussetzungen einen zerstörten Zahnhalteapparat wieder herstellen und den Knochenaufbau fördern (regenerative Parodontaltherapie). In der Nachsorgephase sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen und weitere professionelle Zahnreinigungen abhängig vom individuellen Erkrankungsrisiko notwendig. Nur so kann die wie-derhergestellte Mundgesundheit dauerhaft gesichert werden.


Individuelle Tipps zur Vorbeugung und Informationen zur Parodontitis-Therapie gibt Ihnen gerne unser Team





Gurgellösunge können Mundflora durcheinander bringen


Gerade im Winter haben viele Menschen mit Kratzen im Hals zu kämpfen. Antiseptische Gurgellösungen versprechen in solch einem Fall mit schneller Abhilfe. Doch können diese Mittel die Mundflora gehörig durcheinander bringen.

Falsch angewendet, sorgen die bunten Flüssigkeiten aber unter Umständen für mehr Schaden als Nutzen in Mund und Rachen. "Antiseptische Gurgellösungen können sogar Pilzerkrankungen auslösen", warnt Michael Jaumann, Vorsitzender des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte.

Grund dafür ist, dass sich Bakterien und Pilze im Mund gegenseitig im Zaum halten. "Durch das Gurgeln kann dieses natürliche Gleichgewicht durcheinander gebracht werden", sagt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus Göppingen. Zudem seien die Lösungen im Kampf gegen Entzündungen im Hals und Rachen eher ungeeignet.

"Die Wirkstoffe erreichen beim Gurgeln den eigentlichen Entzündungsherd im Rachen nicht. Denn kommt die Flüssigkeit wirklich bis an die Mandeln oder in den Rachen, wird sie durch die Reflexe entweder heruntergeschluckt oder herausgewürgt", betont der Experte.

Der Arzt empfiehlt, mit Hals-Sprays gegen Entzündungen im Rachenraum vorzugehen. Antiseptische Lösungen eignen sich nach Ansicht Jaumanns hingegen eher zur Behandlung von Entzündungen oder Pilzerkrankungen im Mund- oder Zahnbereich. Um keinen Schaden in der Mundflora anzurichten, sollten sie allerdings immer nur für ganz kurze Dauer angewendet werden



Grapefruit: gut für das Zahnfleisch

Zahnfleischbeschwerden? Dann sollten Sie mehr Grapefruit essen, denn da ist besonders viel Vitamin C drin

Schon seit langem ist bekannt, dass Vitamin C die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt und vor Erkältungen schützt. Das Power-Vitamin ist auch gut für das Zahnfleisch. Das fanden Forscher der Friedrich-Schiller Universtität Jena heraus. Das Team um Prof. Eike Glockmann stellte fest, dass zwei Grapefruits täglich zumindest kurzzeitig gegen Zahnfleischbeschwerden helfen.

An der Studie nahmen 58 Versuchspersonen mit Zahnfleischbeschwerden teil. Eine Hälfte aß zwei Wochen lang täglich zwei Grapefruits. Die Folge: Die Probanden hatten deutlich weniger Zahnfleischbluten als Probanden, die keine Grapefruits aßen. Dieser positive Effekt zeigte sich bei Nichtrauchern und Rauchern.

Die Forscher führen diesen Effekt auf das Vitamin C zurück. Das Vitamin ist an der Abwehr von Parodontose erregenden Bakterien beteiligt und fördert die Regeneration des Zahnfleisches. Alle Grapefruit-Esser konnten ein erhöhtes Vitamin C-Level im Blut vorweisen.

Glockmann verglich die Daten der Parodontitis-Patienten außerdem mit denen gesunder Menschen und zeigte auf, dass Personen mit Zahnfleischbeschwerden weniger Obst aßen und wenn, dann häufiger Vitamin-C-arme Sorten wie Apfel oder Banane. Die Zahn-gesunden Testpersonen bevorzugten Vitamin-C-reiche Sorten wie Apfelsinen, Kiwi oder Grapefruit. Laut den Forschern liegt die Grenze für ein niedriges Parodontoserisiko bei 180 Milligramm Vitamin C. Eine Grapefruit enthält etwa 90 Milligramm.

Achtung! Wer Medikamente einnimmt, muss auf die zahnheilende Kraft der Grapefruit eventuell verzichten. Grapefruit kann den Abbau von einigen Medikamenten blockieren, so dass sich diese im Körper anreichern. Wirkung und mögliche Nebenwirkungen werden dadurch in unvorhersehbarer Weise verstärkt. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob das auch für die von Ihnen eingenommenen Medikamente zutrifft.


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